Bitte geben Sie hier Bestell-Nr. und Menge ein.

+

Allgemeine Informationen zum Thema 'Düngen'

DÜNGUNG

 

Düngung sollte nicht dazu missbraucht werden, um Pflanzen zu Höchstleistungen anzuregen, sondern um ein harmonisches Wachstum zu erreichen bzw. die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Frost und Trockenheit zu erhöhen.


Jeder Winter ist für die Pflanzen eine harte Prüfung, deshalb sorgt in der Natur ein Regelmechanismus zum Ende der Vegetation für einen rechtzeitigen Triebabschluss. Düngt man noch nach Mitte August, kann das stufenweise Ende der Vegetation unterbrechen. Solche Pflanzen gehen unausgereift in den Winter.

Andererseits haben unsere Gehölze und Bäume ganzjährig - selbst im Winter - einen gewissen Düngerbedarf, der ständig von den Wurzeln aufgenommen wird.

Der Boden ist Träger und Speicher der Nährstoffe. Ein guter, humoser Boden hält wie ein Schwamm die Nährstoffe fest. In einem sandigen Boden werden die Nährstoffe vom Regen wie durch ein Sieb hindurch in den Untergrund geschwemmt.


Am besten verwenden Sie einen Langzeit – Volldünger. Es gibt heute Dünger, die mit einer Schutzschicht ummantelt sind. Diese Dünger verfügen über alle wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente. Sie wirken nur während der Vegetationsperiode und geben die Nährstoffe bei höherer Temperatur (wenn die Pflanzen es brauchen) ab. So wird der Dünger von den Pflanzen verbraucht und nicht ins Grundwasser ausgewaschen.

 

 

HUMUS

 

Humus ist der wichtigste Bestandteil jedes Gartenbodens bis zu einer Tiefe von 25 cm und entsteht aus Zersetzung organischen Materials. Ein guter, humoser Boden besteht zu einem Drittel aus mineralisch-organischen Bestandteilen, einem weiteren Drittel Luft. Den Rest machen Nährstoffe, Bodenwasser und Bodenorganismen aus. Nur letztere können organische Substanz in von Pflanzen aufnehmbare Stoffe zurückverwandeln.

Viele Gärten leiden unter Humusmangel. Regelmäßige und hohe Humuszufuhr durch einen guten Torf mit einem hohen Humusgehalt behebt Humusmangel und ist Voraussetzung für gutes Pflanzenwachstum.

 

 

NÄHRSTOFFE

 

Die Hauptnährstoffe sind:

Stickstoff: Er regt das Triebwachstum an, ist an kräftig dunkler oder bräunlich-grüner Färbung der Blätter zu erkennen. Überhöhte Gaben führen zu schwammigem Gewebe, das verminderte Widerstandkraft gegen Schädlinge und Krankheiten besitzt.

Phosphor: Beeinflusst stark die Blüten- und Fruchtbildung, daher bei allen Fruchtpflanzen von großer Bedeutung. In ständig organisch gedüngtem und gemulchtem Boden ist Phosphor meist in ausreichender Menge vorhanden. Bei weiterer Zufuhr durch mineralische Volldünger besteht die Gefahr der Überdüngung. Diese löst chemische Bodenveränderungen aus, die zur Festlegung anderer Nährstoffe im Boden führen.

Kali: Festigt das Gewebe, sorgt für nötige Winterhärte. Mangelt häufig in den mit organischen Düngern gut versorgten Böden. Daher als Einzeldünger - ausnahmsweise auch im Spätsommer und Frühherbst - anwenden. Kaliüberdüngungen führen schnell zu Wurzelverbrennungen und Blattschäden.

Kalk: Bindet Bodensäuren und ist daher je nach Boden und bei starken Humusgaben – z.B. in Form von Torf - notwendig. Kalk festigt wie Kali das Pflanzengewebe, sorgt vor allem aber im Boden, zusammen mit Humus, für die Bildung einer krümeligen Bodenstruktur.

 

 

SPURENELEMENTE

 

Ähnlich dem Vitaminmangel bei Tier und Mensch kann das Fehlen benötigter Nährstoffe - sog. Spurenelemente - nur in geringer Menge bei Pflanzen zu schweren Mangelerscheinungen führen. Sie sind durch verstärkte Gaben der normalerweise verwendeten Dünger schwer zu beheben, es besteht dadurch sogar die Gefahr ihrer Verstärkung. Spurenelementmangel kann durch Gaben von Spezialdünger behoben werden.


Einige Spurenelemente und deren Mangelerscheinungen:

Magnesium: Zur Bildung von Blattgrün erforderlich. Mangel zeigt sich durch rötliche oder gelbliche Blattverfärbungen. Magnesium ist in verschiedenen mineralischen Volldüngern enthalten.

Eisen: Zur Bildung von Blattgrün erforderlich. Eisen wird durch Kalk chemisch gebunden, dadurch für die Pflanze nicht aufnehmbar. Mangel zeigt sich im Vergilben der Blätter, wobei die Blattadern allerdings grün bleiben.
Tritt häufig bei Rhododendren, Hortensien und Surfinien auf. Abhilfe: Bei hohem Kalkgehalt hohe Gaben eines guten Torfes, bei echtem Mangel Düngung mit einem Eisen-Präparat.
Bei Mangelerscheinungen lassen Sie sich von Ihrem Gärtner beraten!

 

 

FALL-LAUB

 

Wald benötigt keine Düngung, im Gegenteil: Das Fall-Laub mehrt Jahr für Jahr selbständig die Bodenfruchtbarkeit. Wer Laub entfernt, schwächt oder – bei Dauer - unterbricht den für die Gesundheit der Pflanzen notwendigen biologischen Kreislauf. Fall-Laub sollte daher im Herbst nicht entfernt werden, auch wenn der Ordnungssinn noch so groß ist.


Bodenlebewesen bauen das Laub ab und versorgen die Folgeprodukte mit Spurenelementen. Der daraus entstehende Humus ist in höchstem Maße wasserhaltend. Streuen Sie das Fall-Laub zwischen hohe Bäume und Sträucher. Regenwürmer verbinden Mineralien mit Humus und setzen Stickstoff und Kalk hinzu. Gerade auf schweren und verdichteten Böden ist der Aufbau einer oberen Humusschicht für gutes Wachstum Voraussetzung. Eine dichte Laubschicht schützt besonders immergrüne Gehölze vor Trocken- und Frostschäden. Einzige Ausnahme ist der Rasen: zu viel Laub in der Wiese kann die Rasenpflänzchen ersticken. Daher sollte das Laub im Herbst vom Rasen entfernt werden.

 

 

ORGANISCHE DÜNGER

 

Grundsätzlich nehmen Pflanzen Nährstoffe nur in mineralischer Form auf, nie als organische Substanz. Deswegen ist gegen eine Düngung in mineralischer Form - üblicherweise als „Kunstdünger“ bezeichnet - nichts einzuwenden.


Entscheidender ist das harmonische und gleichbleibende Verhältnis der im Bereich der Pflanzenwurzeln vorhandenen Nährstoffmengen. Ist dieses durch übermäßige und einseitige Düngergaben - diese Gefahr besteht für den Laien bei Verwendung mineralischer Dünger weitaus stärker - gestört, führt Düngung zu Krankheitsanfälligkeit, schwachem Wuchs oder sogar zu Wurzelverbrennungen.

Bei der organischen Düngung übernehmen Bodenbakterien die Umwandlung des organischen Düngers in für die Pflanze aufnehmbare Nährstoffe. Das Wunder der Natur liegt nun darin, dass diese Bodenbakterien unter
Berücksichtigung solch entscheidender Faktoren wie Wärme, Feuchtigkeit u. a. in einem biologisch intakten Boden immer genau nur jene Menge organischen Materials in Nährstoffe umwandeln, die in etwa von den Pflanzen benötigt werden. Gleichzeitig halten die Bodenbakterien die Nährstoffe fest, sonst würden sie in den Untergrund ausgewaschen und dort zur Bildung steinharter Zonen - zu Bodenverdichtungen führen .
Des weiteren führt übermäßige mineralische Düngung zur Verwüstung der Oberfläche.
Dagegen baut organische Düngung systematisch die Bodenfruchtbarkeit auf, verbessert die Bodenatmung, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, senkt den Aufwand für Pflanzenschutzmittel und macht indirekt den Garten umweltfreundlicher, z.B. das Obst für den Menschen gesünder.

Stalldung und Kompost waren Generationen lang die organischen Dünger des Gartens. Da Stalldung in unserer Zeit für viele unerreichbar wurde, hat die Düngemittelindustrie sich der Lieferung organischer Dünger angenommen. Nach genauen Analysen und unter Zusatz bestimmter Nährstoffe stehen für Gehölze eine Reihe industriell verarbeiteter organischer Dünger zur Verfügung. Je weniger ein Laie vom Boden versteht, um so mehr schützt ihn eine Düngung in organischer Form vor Fehlern.
Halten Sie sich an die auf der Packung angegebenen Aufwandsmengen! Sie sind durch jahrelange Erfahrung getestet.

 

 

TORF

 

Torf, früher Brennmaterial, ist heute durch seinen hohen Humusanteil zum Humuslieferant des Gartens geworden. Je nach Herkunft hat Torf-Humus verschiedene Eigenschaften: Torf ist also nicht gleich Torf, und mancher Gärtner hat den Kauf billigen Torfes mit hohem Ausfall an seinen Kulturen teuer bezahlen müssen.


Torf zu Düngezwecken hat also gewisse Normen zu erfüllen, soll er als „Dünge-Torf“ verkauft werden. Torf enthält von Natur aus zwar keine Nährstoffe, trotzdem hat er aber viele Vorteile: Humusbildung,
Bodenverbesserung, Förderung der Wurzelbildung (besonders nach dem Verpflanzen), Feuchtigkeitsspeicherung.


Torf sollte solange jährlich unter Gehölzen mittels Kultivator oder flachem Graben eingearbeitet werden, bis sich eine fast spatentiefe, schwarze Humusschicht gebildet hat. Selbst bester Düngetorf löst nicht die
Nährstoffzufuhr, ideal ist, wenn ein guter Torf mit Zusätzen von Nährstoffen und Spurenelementen „veredelt“ wird, und deren Zusammensetzung wiederum dem Bedarf der Gehölze entspricht.

Mit Nährstoffen angereicherte Humusdünger sowie organische Dünger können sowohl kurz vor dem Winter, in frostfreien Winterperioden, als auch zu Beginn der Vegetation ausgebracht und eingearbeitet werden.
Mineralische Dünger (sog. „Kunstdünger“ ) sollten nur in der ersten Hälfte des Jahres ausgestreut werden. Der Einsatz von Kali zur Förderung der Ausreife, z.B. bei Rosen, kann allerdings auch noch im September sinnvoll sein.

 

 

DÜNGER-Mengen

 

Es entstehen weit häufiger Schäden durch Überdüngung als durch Nährstoffmangel!

Den Herstellerangaben auf Düngerpackungen ist darum in der oberen Mengenbegrenzung unbedingt Folge zu leisten, wahrscheinlich wird eine etwas geringere Menge zu gleichen Erfolgen führen. Sollten bei irgendwelchen Düngern keine speziellen Angaben zu Gehölzen, wohl aber zu Gemüse und Obst gemacht sein, so kann man sich wohl am Bedarf des Obstes, nie aber am - höheren - Bedarf des Gemüses orientieren. Reine Humusdünger, wie z.B. Torf, unterliegen keiner direkten mengenmäßigen Beschränkung.


Überhöhte Düngergaben schränken das gesunde Wachstum von Gehölzen ein, vor allem jedoch die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Frost.