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Pflanz- und Pflegeanleitung

Allgemeiner Text

Nadelgehölze gehören zu den pflegeleichten Gartenpflanzen. Guter humoser Boden und keine stauende Nässe sind Voraussetzung für ein gutes Gedeihen.

Balkon/Terrasse

Nadelgehölze kann man auch gut in einen Topf auf Balkon und Terrasse pflanzen. Am besten verwenden Sie langsam wachsende Sorten. Grundregel: Je größer der Topf, desto besser das Wachstum. Topfgröße: ab 20 Liter Inhalt. Im Boden der Töpfe müssen Löcher sein, damit überschüssiges Wasser abrinnen kann. Geben Sie auf den Boden des Topfes 5 cm Leca oder groben Schotter zur besseren Dränage. Diesen decken Sie mit Vlies ab, damit sich die Erde mit der Dränageschicht nicht vermischen kann. Verwenden Sie für Ihre Pflanzung eine Mischung aus guter Gartenerde und Torf (Mischung 1:1). Achten Sie auf einen Gießrand, damit Sie später besser wässern können. Düngung: Für Nadelgehölze im Topf verwenden Sie am besten unseren STARKL Qualitäts-Koniferen-Dünger. Mit diesem Spezialdünger wachsen Ihre Nadelgehölze wieder und die Farbe wird satt und kräftig. Schnitt: Nadelgehölze werden normalerweise nicht geschnitten. Wässern: Im Topf brauchen die Pflanzen viel Wasser. Normalerweise sollte man sie täglich gießen. Winterschutz: Stellen Sie Ihre Töpfe an einem geschützten Platz eng zusammen. Die Töpfe sollte man bei starken Frösten zusätzlich mit Vlies abdecken. Pflanzen sollten auch im Winter an warmen Tagen leicht gegossen werden. Der Frost entzieht dem Boden Feuchtigkeit. Meist erfrieren die Pflanzen nicht, sondern sie vertrocknen. Pflanzenschutz: Siehe unter Nadelgehölze Thema Pflanzenschutz.

Düngung

Nadelgehölze haben einen geringen, jedoch ständigen und wenig schwankenden Nährstoffbedarf. Fruchtbarer Humusboden ist die beste Gewähr für eine gute Pflanzenentwicklung. Daher haben sich Humusdünger mit Anteilen an langsam fließenden Nährstoffen und organische Dünger für die Nadelgehölzdüngung langjährig gut bewährt. Durch Beigabe von angefeuchtetem Torfmull, Kompost oder dergleichen, können Böden verbessert bzw. günstige Voraussetzungen für die Pflanzung geschaffen werden. Als sehr günstig hat sich das Vermengen der ausgehobenen Erde mit angefeuchtetem Torfmull erwiesen, weil die Nadelgehölze dann besonders schnell neue Faserwurzeln bilden und sich dadurch rasch am neuen Standort eingewöhnen.

Pflanzabstand

Stark wachsende Arten: 2 - 4 m mittelstark wachsende Arten: 0,8 - 1,5 m Zwergformen: 0,5 - 1 m

Pflanzenschutz

Fichtenröhrenlaus: Saugt an den Unterseiten der Nadeln, die später gelb und danach braun werden und abfallen. Bei starkem Auftreten auch Befall des jungen Austriebes. Mittel gegen saugende Insekten verwenden. Gallenläuse: Ananasartige Gallen an Fichten, hervorgerufen durch die Saugtätigkeit der Läusekolonien. Besteht aus dem Vorjahr die Gefahr des Befalls, muss die Bekämpfung vor dem Austrieb, möglichst schon im März, beginnen. Bei sichtbarem Befall hilft nur das Abschneiden und Verbrennen der mit Gallen befallenen Triebe. Kiefernknospenwickler:Einzelne oder mehrere Triebspitzen werden ganz oder im oberen Teil braun und vertrocknen. Beim Abbrechen sind hohle Frassgänge der bräunlichen Made sichtbar. Beste Bekämpfungstermine Ende April/Anfang Mai. Bei starkem Vorjahrsbefall darf auf vorbeugende Spritzung nicht verzichtet werden. Wollläuse:Als weiße Punkte an den Nadeln und an der Rinde erkennbar, meist als ganze Kolonien an jungen Trieben bei Kiefern, Douglasien und Fichten saugend. Oft Folge zeitweiliger Trockenheit. Mittel gegen saugende Insekten verwenden.

Pflanzung

Nadelgehölze werden mit Erdballen, die in Jute oder Drahtgeflecht verpackt sind, oder im Topf geliefert. Es ist jedoch unbedingt notwendig, das Drahtgeflecht am Stamm zu lockern oder den Knoten aufzuschneiden, damit ein späteres Einschnüren vermieden wird
Kunststofftöpfe, Tontöpfe und Kübel die wasserundurchlässig sind, müssen bei der Pflanzung im Freiland entfernt werden. Damit die Pflanzen schnell anwurzeln können, soll der Boden vorher gut gelockert sein und die Pflanzgruben mindestens den zweifachen Durchmesser des Wurzelballens haben, dieser darf nämlich nicht hineingezwängt werden. Die Ballenpflanze wird in die Grube gestellt und diese zur Hälfte mit Erde gefüllt. Es folgt ein mehrmaliges, durchdringendes Eingießen sowohl bei der Frühjahrs- als auch bei der Herbstpflanzung. Dann wird die Pflanzgrube zugeschüttet und die Erde festgetreten. Der Wurzelballen soll oben einige Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Danach legt man einen Erdring um das Pflanzloch, damit sich Gießwasser und Regen im Wurzelbereich sammeln können. Größere Pflanzen, die dem Wind eine große Angriffsfläche bieten, müssen gut verankert werden, damit sie nicht dauernd hin und her bewegt werden, wodurch das Anwurzeln be- oder verhindert wird. Pflanzt man bei extremer Hitze, Trockenheit oder sehr große Exemplare, dann ist das Schattieren mit einem Sonnensegel unbedingt notwendig. In trockenen Gebieten soll man alle Nadelgehölze vor Eintreten des Winters gut und durchdringend wässern. Ein Abdecken der Pflanzscheiben mit Rindenmulch vermindert das Austrocknen. An trockenen Tagen sollten auch die oberirdischen Teile der Pflanze übersprüht werden.

Pflanzzeit

März bis Mai und ab Mitte September bis Frost. Pflanzen im Topf ganzjährig.

Schnitt

Rückschnitt der Jungtriebe:Bei Kiefern: Durch ein Auskneifen der jungen, weichen und kerzenartigen Jungtriebe auf die Hälfte oder mehr, wachsen alle Zwerg-Kiefern buschiger und bleiben länger klein.Termin: Ende Mai
Grundsätzlich lassen sich alle Nadelgehölze schneiden. Bei einigen ist ein leichter Formschnitt, bei anderen ein starker Rückschnitt bis ins alte Holz möglich. Leicht schneiden: Tannen, Zedern, Scheinzypressen (mit Ausnahme der heckenartigen), Fichten (besonders die Zwerg-Fichten), Kiefern, Schirmtanne, Hemlockstanne, Wacholder. Die Schnittstellen bleiben verdeckt, wenn der Schnitt unter einem Jungtrieb vorgenommen wird. Stärkeren Rückschnitt vertragen: Eibe, Urwelt-Mammutbaum, Lärche, Sumpfzypresse. Diese Pflanzen besitzen die Fähigkeit, auch aus älterem Holz wieder neu auszutreiben, dies jedoch nur bei einem allseitigen Rückschnitt.

Wässern

Lange Trockenheit ist der Feind aller wintergrünen Nadelgehölze. Die fein verzweigten Faserwurzeln vieler Nadelgehölzarten (z.B. Tannen, Scheinzypressen, Eiben, Hemlocktannen) entwickeln weder starkes Tiefen-noch Breitenwachstum und sind daher auf Feuchtigkeit in unmittelbarer Nähe der Pflanze angewiesen und daher bei langer Trockenheit zu gießen. Nadelgehölze in Kästen, auf Balkon oder Terrasse müssen auch im Winter an milden Tagen gegossen werden.

Winterschutz

Arten mit seitwärts ausstrebendem Wuchs (Chinesischer Wacholder, flache Taxusarten) können unter der Last feuchter Schneemassen zusammenbrechen, Arten mit säulenförmigem Wuchs (Heide-Wacholder, Säulen-Taxus) auseinanderfallen. Maßnahmen: Vorsichtiges Abklopfen (nicht schütteln) des Schnees mit einem Stock, der zur Schonung mit Stoff umwickelt wurde. Vorbeugen: Säulenförmige Wacholder und Eiben durch Drahtring zusammenbinden. Den Pflanzen mit normalen Wuchsformen – z.B. Fichten und Kiefern - schadet der Schnee nicht.